🔥 KI statt Handwerker? Warum Kunden zuerst die KI fragen – und erst dann den Profi

Was früher der direkte Anruf beim Handwerker war, ist heute oft ein Foto für die KI.

Der bekannte Investor Michael Burry bringt es pointiert auf den Punkt: Stehen Haushalte vor einer Rechnung von mehreren hundert Franken für Sanitär- oder Elektroarbeiten, greifen viele zuerst zur KI. Ein Bild genügt – und digitale Assistenten erklären, was zu tun ist, welche Teile betroffen sind und welche Schritte möglich oder riskant sind.

Das verändert bereits heute das Verhalten von Kundinnen und Kunden – auch im Bau und im Handwerk.

 

Vom Werkzeugkasten zum KI-Assistenten

KI erkennt Bauteile auf Fotos, erklärt Zusammenhänge und schlägt Lösungen vor. Für einfache, standardisierte Arbeiten reicht das oft aus. Die Folge: Kleinaufträge werden seltener sofort vergeben, komplexere Fälle bleiben – und kommen später, aber gezielter, beim Profi an.

Das heisst nicht, dass Handwerker ersetzt werden. Es heisst, dass sich der Einstiegspunkt verschiebt.

 

Weitere Beispiele aus dem Alltag

Der Effekt zeigt sich längst über Sanitär und Elektrik hinaus:

  • Maler- und Renovationsarbeiten: KI simuliert Farbkonzepte, Materialbedarf und Arbeitsschritte vorab.

  • Garten- und Umgebungspflege: Fotos reichen, um Pflegezustand zu analysieren und Massnahmen vorzuschlagen.

  • Facility Management: Digitale Assistenten erkennen Störungen, priorisieren Wartung und liefern Sofortlösungen für einfache Fälle.

  • Haustechnik & Smart Home: Fehlermeldungen werden erklärt, Einstellungen selbst vorgenommen.

KI übernimmt nicht die Arbeit – sie filtert vor. Und sie verändert Erwartungen.

 

Was das für Bau & Handwerk bedeutet

Unter Druck geraten vor allem einfache, repetitive Tätigkeiten. Gleichzeitig gewinnen das an Wert, was KI (noch) nicht zuverlässig leisten kann: Verantwortung, Haftung, Erfahrung vor Ort, saubere Ausführung und Vertrauen.

Für Betriebe heisst das:
Kompetenz muss erklärbar sein. Qualität muss sichtbar werden. Spezialisierung zahlt sich aus.

 

Sichtbarkeit wird zum entscheidenden Faktor

Wenn Kundinnen und Kunden zuerst mit KI sprechen, entscheidet sich viel vor dem ersten Kontakt. Wer nicht auffindbar, nicht vergleichbar oder nicht nachvollziehbar ist, wird schneller übergangen.

Plattformen wie handwerker.ch und der Schweizer Baubranchen Index (SBI) setzen genau hier an: geprüfte Informationen, Ratings und Rankings machen Qualität sichtbar – für Menschen und zunehmend auch für KI-Systeme.

 

Quellen & Einordnung (Summary)

Öffentliche Aussagen von Investor Michael Burry zur Nutzung von KI im Alltag.
Beobachtungen zur Verbreitung KI-gestützter Assistenzsysteme im Handwerk.
Eigene Branchenanalyse von handwerker.ch und dem Schweizer Baubranchen Index (SBI).

  • 13.01.2026