Apple + Starlink: Erste ernsthafte Konkurrenz für Swisscom & Sunrise? 🔥

Laut einem Bericht von The Information führt Apple Gespräche mit SpaceX, um die Satellitenkonnektivität von Starlink direkt in kommende iPhones zu integrieren. Konkret sollen die für 2026 erwarteten iPhone 18 Pro-Modelle erstmals eine Direct-to-Cell-Verbindung ermöglichen – ohne zusätzliche Hardware, ohne externe Antennen.

Damit könnten iPhones auch dort Mobilfunkempfang bieten, wo klassische Netze nicht verfügbar sind: in Bergregionen, auf abgelegenen Baustellen oder in ländlichen Gebieten.

 

Mobilfunk aus dem Orbit

Bei Direct-to-Cell fungieren Starlink-Satelliten als mobile Funkmasten im All. Das Smartphone verbindet sich direkt mit dem Satelliten – ähnlich wie mit einem terrestrischen Mobilfunknetz, jedoch ohne lokale Infrastruktur.

Für Nutzer bedeutet das: Empfang dort, wo heute Funklöcher Alltag sind. Für Apple ist es ein strategischer Schritt weg von rein nationalen Mobilfunkabhängigkeiten hin zu globaler, integrierter Konnektivität auf Betriebssystem-Ebene.

 

Strategischer Hebel für Apple – Meilenstein für Starlink

Apple nutzt Satellitenfunk bereits heute für Notrufdienste. Die mögliche Integration von Starlink würde diesen Ansatz massiv ausweiten – von punktuellen SOS-Funktionen hin zu regulärer, alltagstauglicher Kommunikation.

Für SpaceX wäre eine Kooperation mit Apple ein Durchbruch. Starlink würde vom Internetanbieter für Haushalte, Schiffe und Flugzeuge zu einem globalen Mobilfunkakteur mit potenziell hunderten Millionen Endgeräten.

 

Was bedeutet das für Bau, Immobilien und Handwerk?

Für Bauwirtschaft, Immobilienbranche und Handwerk ist diese Entwicklung hochrelevant. Baustellen liegen häufig ausserhalb stabiler Mobilfunkabdeckung – genau dort, wo digitale Prozesse, Sicherheit und Koordination immer wichtiger werden.

Satellitenbasierter Direktfunk könnte den Baustellenalltag grundlegend verändern: durchgängige Erreichbarkeit, digitale Bautagebücher in Echtzeit, vernetzte Maschinen, Fernwartung oder automatisierte Sicherheitsmeldungen – unabhängig vom Standort.

Auch für Immobilien gewinnt Konnektivität als Standortfaktor an Bedeutung. Liegenschaften in Rand- oder Alpregionen könnten digital besser betrieben und überwacht werden. Betriebskosten, Wartungsmodelle und langfristige Bewertungen geraten damit strukturell in Bewegung.

 

Sind Swisscom und Sunrise in Gefahr?

Die mögliche Integration von Starlink ins iPhone wirft zwangsläufig Fragen für klassische Mobilfunkanbieter wie Swisscom und Sunrise auf. Zwar ersetzen Satelliten kurzfristig weder leistungsfähige 5G- noch Glasfasernetze in urbanen Räumen. Doch sie greifen genau dort an, wo Mobilfunkanbieter traditionell Schwächen haben: in Randregionen, auf temporären Baustellen und in schwer erschliessbaren Gebieten.

Erstmals entsteht damit ein globaler Wettbewerber, der keine Funkmasten, keine lokalen Bewilligungen und keine nationale Infrastruktur benötigt. Sollte Apple die Satellitenverbindung tief ins Betriebssystem integrieren, könnten Teile der Konnektivität künftig am klassischen Mobilfunk vorbei organisiert werden.

Kurzfristig ist das keine Ablösung, langfristig jedoch ein klares Machtverschiebungssignal. Die Rolle der Mobilfunkanbieter könnte sich von Netzbetreibern hin zu reinen Kapazitäts- oder Serviceanbietern verändern.

 

Quellen – Summary

– Bericht von The Information zu Gesprächen zwischen Apple und SpaceX
– Öffentliche Informationen zur Starlink-Direct-to-Cell-Technologie
– Apples bisherige Satellitenfunktionen in iPhones
– Branchenwissen zur Mobilfunkabdeckung in Rand- und Alpregionen

  • 30.01.2026