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⚠️ Print verliert an Wirkung – was das für Bau, Handwerk und Architektur in der Schweiz bedeutet

Deutliche Verluste bei klassischen Zeitungen

Die klassischen Printmedien stehen weiter unter Druck. Neue Verkaufszahlen aus Deutschland zeigen markante Rückgänge bei überregionalen Tageszeitungen. Besonders stark betroffen ist die BILD-Zeitung mit einem Minus von 16,3 Prozent. Auch die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, die Frankfurter Allgemeine und Die Welt verlieren zwischen rund 3,5 und knapp 8 Prozent ihrer verkauften Auflage.

Auch wenn diese Zahlen aus dem deutschen Markt stammen, sind sie für die Schweiz hoch relevant. Denn die Entwicklung folgt demselben strukturellen Muster: Gedruckte Zeitungen verlieren seit Jahren kontinuierlich Leser, während sich Nutzung, Recherche und Entscheidungsprozesse zunehmend in den digitalen Raum verlagern.

 

Ein struktureller Wandel, der auch die Schweiz betrifft

In der Schweiz zeigt sich ein vergleichbares Bild. Printreichweiten gehen zurück, insbesondere bei Bauherren unter 55 Jahren, bei Architekten, Planern sowie bei Betriebsleitern und Fachkräften im Handwerk. Printmedien werden älter, fragmentierter und gleichzeitig teurer. Für Inserenten bedeutet das steigende Kosten pro Kontakt bei sinkender Wirkung.

 

Lohnt sich Printwerbung für Bau und Handwerk noch?

Printwerbung hat nicht vollständig ausgedient, ihr Einsatzgebiet ist jedoch klar begrenzt. In lokalen oder regionalen Titeln kann sie weiterhin zur Imagepflege oder Vertrauensbildung beitragen, etwa bei Eigentümern oder Verwaltungen. Für das operative Geschäft – neue Aufträge, Offerten oder die Suche nach Fachpersonal – verliert Print jedoch zunehmend an Bedeutung. Reichweite und Messbarkeit reichen dafür immer seltener aus.

 

Digitale Plattformen und KI werden zum neuen Standard

Parallel zum Rückgang der Printmedien gewinnen digitale Systeme stark an Bedeutung. Sichtbarkeit entsteht heute über digitale Branchenplattformen, Suchmaschinen, Karten-Dienste und zunehmend über KI-gestützte Such- und Empfehlungssysteme. Kunden, Investoren und Planer stellen dabei dieselben Fragen: Wer ist qualifiziert, wer ist verfügbar und wer passt zum Projekt. Die Antworten liefern strukturierte, vergleichbare und vertrauenswürdige Daten – nicht klassische Werbebotschaften.

 

Folgen für Architekten und Planer

Für Architekturbüros verschiebt sich die Sichtbarkeit grundlegend. Nicht mehr der bekannte Name entscheidet, sondern nachvollziehbare Projekte, Spezialisierungen und Referenzen. Digitale Recherchen und KI-gestützte Analysen greifen bevorzugt auf klar strukturierte Informationen zurück. Wer dort nicht präsent ist, wird seltener angefragt, unabhängig von der fachlichen Qualität.

 

Folgen für Handwerksbetriebe

Auch im Handwerk verändert sich die Logik der Sichtbarkeit. Kunden erwarten Transparenz und Vergleichbarkeit. Bewertungen, Rankings und geprüfte Qualitätsmerkmale gewinnen an Gewicht. Gleichzeitig wird schnelle Reaktion und digitale Erreichbarkeit zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Besonders deutlich zeigt sich der Wandel im Recruiting: Fachkräfte suchen nicht im Print, sondern online. Betriebe mit klarer digitaler Präsenz sind hier im Vorteil.

 

Die entscheidende Frage für Betriebe

Für Bau- und Handwerksbetriebe ist heute nicht mehr entscheidend, wie gross ein Inserat ist oder in welcher Zeitung es erscheint. Entscheidend ist, ob ein Betrieb gefunden wird, ob er vergleichbar ist und ob er als geeignet eingestuft wird – sowohl von Menschen als auch von digitalen Systemen.

 

Warum handwerker.ch über solche Themen schreibt

handwerker.ch versteht sich als Schweizer Bau-Intelligence-Plattform. Wir analysieren Marktveränderungen, Mediennutzung und digitale Entscheidungsprozesse, weil sie direkten Einfluss auf Aufträge, Sichtbarkeit und Fachkräftegewinnung im Bau- und Handwerksmarkt haben. Ziel ist es, Betrieben, Architekten und Entscheidern Orientierung in einer zunehmend daten- und KI-getriebenen Bauwirtschaft zu geben.

 

Quellen – Summary

IVW-Verkaufs- und Auflagenzahlen überregionale Tageszeitungen Deutschland, publiziert und eingeordnet durch MEEDIA.
Reichweiten- und Printnutzungsstudien zum Schweizer Medienmarkt (WEMF).
Branchenanalysen zur Verlagerung von Werbung, Suche und Entscheidungsprozessen in digitale und KI-gestützte Systeme.

Fazit

Der Rückgang der Printmedien ist kein kurzfristiger Effekt, sondern Ausdruck eines tiefgreifenden Strukturwandels. Für Bau, Handwerk und Architektur in der Schweiz bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht dort, wo gesucht, verglichen und entschieden wird. Wer seine digitale Präsenz vernachlässigt, verliert nicht nur Reichweite, sondern langfristig auch Relevanz.

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