🛠️ Weekly Update KW 3 – Schweizer Bau & Handwerk
Die wichtigsten Entwicklungen aus Bau, Handwerk, Digitalisierung & KI – kompakt zusammengefasst.
Operativer Jahresstart mit Fokus auf Stabilität und Liquidität
In KW 3 (12.–18. Januar 2026) ist die Schweizer Bau- und Handwerksbranche operativ ins neue Jahr gestartet. Viele Betriebe haben nach den Feiertagen wieder volle Auslastung im Tagesgeschäft, während grössere Projektentscheide teilweise noch in Budget-, Bewilligungs- oder Finanzierungsprozessen hängen.
Der Fokus liegt aktuell klar auf Kostenkontrolle, Liquiditätsplanung und sauberen Prozessen – insbesondere bei laufenden Aufträgen und Neuofferten.
Landesmantelvertrag 2026: Umsetzung rückt in den Fokus
Mit Beginn des Jahres wird die praktische Umsetzung des neuen Landesmantelvertrags (LMV) zu einem zentralen Thema in den Betrieben. Arbeitszeiten, Reisezeiten, Zuschläge sowie administrative Prozesse müssen angepasst und intern sauber kommuniziert werden.
Viele Unternehmen nutzen den Jahresstart, um interne Richtlinien, Zeiterfassungssysteme und Einsatzplanung zu überprüfen und an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.
Baupreise bleiben stabil – auf hohem Niveau
Die Baupreise zeigen sich weiterhin relativ stabil, allerdings auf einem im Vergleich zu den Vorjahren erhöhten Niveau. Das bedeutet für viele Betriebe:
Offerten müssen präzise kalkuliert, Risiken klar ausgewiesen und Nachträge sauber dokumentiert werden. Preisdisziplin und Transparenz bleiben zentrale Erfolgsfaktoren im Wettbewerb.
Firmenkonkurse bleiben ein relevantes Risiko
Ein Thema, das zu Jahresbeginn verstärkt diskutiert wird, ist die weiterhin erhöhte Zahl von Firmenkonkursen – insbesondere im Bau- und baunahen Gewerbe.
Für Auftraggeber wie auch für KMU rücken damit Bonitätsprüfungen, Teilrechnungen, Sicherheiten und klare Vertragsgrundlagen stärker in den Fokus. Das Risikobewusstsein entlang der gesamten Wertschöpfungskette nimmt sichtbar zu.
Swissbau 2026 wirft ihre Schatten voraus
In vielen Unternehmen laufen die letzten Vorbereitungen für die Swissbau 2026, die Ende Januar in Basel stattfindet. Thematisch stehen Digitalisierung, KI, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und neue Formen der Zusammenarbeit im Zentrum.
Für zahlreiche Betriebe dient die Messe nicht nur als Innovationsplattform, sondern auch als strategischer Startpunkt ins Jahr 2026.
Künstliche Intelligenz: Vom Trend zur Pflicht
Auch in KW 3 bleibt künstliche Intelligenz ein zentrales Querschnittsthema. International wie auch in Europa rücken regulatorische Fragen, Governance und verantwortungsvoller Einsatz in den Vordergrund.
Für die Schweizer Bau- und Handwerksbranche wird KI zunehmend konkret: Anwendungen in Kalkulation, Planung, Dokumentation, Qualitätskontrolle und Administration werden breiter diskutiert und schrittweise eingeführt. Der Fokus liegt klar auf Effizienz, Transparenz und Entscheidungsunterstützung – nicht auf dem Ersatz von Fachkräften.
Regionale Lage: Solider Start ins Jahr
Rückmeldungen aus verschiedenen Regionen der Schweiz zeigen ein insgesamt stabiles Bild. Unterhalts-, Service- und Sanierungsarbeiten sorgen weiterhin für eine gute Grundauslastung.
Saisonale Effekte sind spürbar, doch qualifizierte Fachbetriebe starten mehrheitlich mit einer soliden Auftragsbasis ins neue Jahr.
Quellen (Summary)
Die Einschätzungen in diesem Weekly Update basieren auf einer Zusammenführung von:
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Branchenrückmeldungen von Bau-, Handwerks- und Facility-Management-Betrieben aus verschiedenen Regionen der Schweiz
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Öffentlichen Verlautbarungen und Positionspapieren der Sozialpartner zum neuen Landesmantelvertrag (LMV)
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Aktuellen Veröffentlichungen und Indikatoren des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Entwicklung der Baupreise
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Marktbeobachtungen zu Firmenkonkursen und Insolvenzentwicklungen im Bau- und Baunebengewerbe
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Informationen und Programmschwerpunkten rund um die Swissbau 2026
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Internationalen Entwicklungen und öffentlichen Diskussionen zu KI-Regulierung, Governance und Anwendung in Wirtschaft und Industrie
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Laufender Marktbeobachtung und Datenanalysen von handwerker.ch
Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen, redaktioneller Einordnung sowie laufender Marktbeobachtung.
Fazit
KW 3 markiert den geordneten Übergang vom Jahresstart zur strategischen Ausrichtung 2026.
Stabile Nachfrage, erhöhte Sensibilität für Kosten und Risiken sowie die konkrete Auseinandersetzung mit Digitalisierung und KI prägen das Bild.
Mit der Swissbau 2026 vor der Tür richtet sich der Blick der Branche zunehmend nach vorne – mit verhaltenem Optimismus, aber klarer Fokussierung auf Effizienz, Transparenz und Qualität.
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- 16.01.2026
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