😱 Weltweiter KI-Stellenabbau: HP, China, Big Tech – und die leise Gefahr für Europas Jobmärkte
Restrukturierungen im Namen der Effizienz
Während KI-Modelle immer leistungsfähiger werden, beginnt im Hintergrund eine globale Verschiebung der Arbeitsmärkte. Eine wachsende Zahl internationaler Konzerne kündigt grössere Restrukturierungen an – und verweist dabei direkt auf die Einführung von KI und Automatisierung.
So hat der US-Computerhersteller HP angekündigt, weltweit zwischen 4’000 und 6’000 Stellen bis 2028 abzubauen. Offiziell geht es um „Effizienz“, „Produktivitätsgewinne“ und den „breiteren Einsatz von künstlicher Intelligenz“ in praktisch allen Unternehmensbereichen. HP ist damit keineswegs allein: Auch andere Technologie- und Servicekonzerne passen ihre Belegschaften an, indem sie klassische Wissens- und Supportfunktionen reduzieren und gleichzeitig massiv in KI-Infrastruktur investieren.
China als Labor für den Strukturwandel
Besonders eindrücklich ist die Entwicklung in China. Dort treffen mehrere Trends zusammen: eine schwächelnde Wirtschaft, ein angeschlagener Immobiliensektor, striktere Regulierung für Tech-Unternehmen – und ein rascher Ausbau von KI und Robotik. Während der Staat Milliarden in KI-Förderprogramme steckt und hunderttausende neue Jobs im Hightech-Sektor entstehen, gehen an anderer Stelle klassische Stellen verloren. Beobachter warnen, dass Automatisierung und KI mittelfristig ganze Berufsfelder unter Druck setzen könnten – insbesondere für junge, gut ausgebildete Menschen, die plötzlich um passende Jobs konkurrieren.
Frühwarnsignale vom IWF
Internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) warnen inzwischen offen: In fortgeschrittenen Volkswirtschaften könnten rund 60 Prozent aller Jobs von KI betroffen sein – etwa zur Hälfte positiv (als Unterstützung) und zur Hälfte negativ (als Substitution). Für einen Teil dieser Stellen steht sogar die Frage im Raum, ob sie langfristig überhaupt weiter existieren.
Was heisst das für die Schweiz?
Die Schweiz gehört zu den am stärksten digitalisierten Ländern der Welt, mit einem aussergewöhnlich hohen Anteil an Dienstleistungs- und Wissensarbeit. Besonders Städte wie Zürich, Basel oder Genf leben von gut bezahlten Jobs in Banken, Versicherungen, Beratungen, IT, Pharma und Verwaltung. Genau diese Tätigkeiten sind es, die in vielen Studien als besonders KI-exponiert gelten.
Wenn andere Länder heute schon sichtbare Stellenabbau-Wellen erleben, ist dies ein Frühindikator. Auch Schweizer Unternehmen werden sich der Frage stellen müssen, wie sie KI nutzen – und ob sie dies vor allem zur Effizienzsteigerung oder auch zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle und neuer Jobs einsetzen.
Quellen (Auswahl):
Reuters / Guardian / Fox Business – HP streicht 4’000–6’000 Stellen bis 2028 im Rahmen einer KI-getriebenen Transformation
IMF-Blog & -Studien – Einschätzung, dass rund 60% der Jobs in entwickelten Volkswirtschaften von KI betroffen sein könnten
Analysen zu KI, Automatisierung und Jobmarkt in China, inkl. Zusammenhang mit Immobilien- und Tech-Krise
Fazit
Der internationale KI-Stellenabbau ist mehr als eine Reihe isolierter Firmenmeldungen. Er deutet auf einen strukturellen Wandel hin, der auch die Schweiz erreichen wird. Entscheidend ist, ob Unternehmen und Politik rechtzeitig Strategien entwickeln, um KI als Ergänzung statt als reinen Sparhebel zu nutzen.
Wer Weiterbildung, Umschulung und neue Rollenprofile aktiv gestaltet, kann von KI profitieren – wer wartet, riskiert, dass der Stellenabbau zuerst kommt und die Lösungen erst später.
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- 29.11.2025
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