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4.9 Google-Sterne, aber 6.80 SBI-Punkte? Warum Ihr Unternehmensrating anders ausfällt

Hervorragende Google-Bewertungen – und trotzdem kein Spitzenrating?

Stellen Sie sich vor, Ihr Handwerksbetrieb verfügt über 4.9 von 5 Google-Sternen.

Die Kunden sind zufrieden, empfehlen das Unternehmen weiter und loben die ausgeführten Arbeiten.

Auf handwerker.ch erscheint jedoch ein SBI-Rating von 6.80 von 10.00 möglichen Punkten.

Die naheliegende Frage lautet:

«Warum hat mein Unternehmen bei Google fast fünf Sterne, aber beim Schweizer Baubranchen Index nur 6.80 Punkte?»

Die Antwort: Google und der Schweizer Baubranchen Index (SBI) bewerten unterschiedliche Aspekte eines Unternehmens.

Während Google den Durchschnitt veröffentlichter Rezensionen darstellt, berücksichtigt der SBI zusätzlich verfügbare, messbare und überprüfbare Unternehmens- und Marktsignale.

Dazu gehören beispielsweise fachliche Qualifikationen, dokumentierte Leistungen, Kundenresonanz, Referenzen, Unternehmensmerkmale und weitere Nachweise.

Ein Handwerksbetrieb kann deshalb hervorragende Kundenbewertungen besitzen und gleichzeitig ein SBI-Rating aufweisen, das innerhalb der eigenen Bewertungsskala anders eingeordnet wird.

Das ist weder automatisch ein Bewertungsfehler noch ein Hinweis auf schlechte handwerkliche Arbeit.

1. Was bedeutet ein SBI-Rating von 6.80?

Zunächst ist wichtig zu verstehen, wie das SBI-Rating grundsätzlich eingeordnet wird.

Der Schweizer Baubranchen Index verwendet eine Bewertungsskala bis 10.00 Punkte.

Die veröffentlichten SBI-Rating-Stufen lauten:

7.75 bis 10.00: Sehr starkes SBI-Signal

7.50 bis unter 7.75: Starkes SBI-Signal

7.00 bis unter 7.50: Positives SBI-Signal

6.50 bis unter 7.00: Solides SBI-Signal

5.75 bis unter 6.50: Basis-SBI-Signal

5.25 bis unter 5.75: Knappes SBI-Signal

Unter 5.25: Keine ausreichende Datenbasis

Ein SBI-Rating von 6.80 gehört somit zur Einstufung «Solides SBI-Signal».

Diese Bewertung beschreibt die Einordnung der verfügbaren Unternehmenssignale innerhalb des SBI-Systems.

Sie ist keine Schulnote und keine umfassende Qualitätsbeurteilung eines Unternehmens.

Insbesondere bedeutet ein Wert von 6.80 nicht, dass ein Betrieb lediglich 68 Prozent einer bestimmten handwerklichen Qualität erreicht.

Ebenso wenig lassen sich 4.9 Google-Sterne mathematisch in ein SBI-Rating umrechnen.

Google-Sterne und SBI-Punkte sind unterschiedliche Kennzahlen und besitzen keine gemeinsame Bewertungsskala.

2. Was berücksichtigt Google – und was bewertet der SBI zusätzlich?

Google zeigt eine durchschnittliche Sternebewertung zwischen 1 und 5.

Diese ergibt sich aus den auf Google veröffentlichten Bewertungen eines Unternehmens.

Ein Google-Rating von 4.9 Sternen bedeutet, dass die veröffentlichten Bewertungen im Durchschnitt sehr positiv ausfallen.

Allerdings beantwortet der Sternedurchschnitt nicht sämtliche Fragen über einen Betrieb.

Beispielsweise bleibt offen, welche konkreten Arbeiten bewertet wurden, welche Qualifikationen vorhanden sind oder über welche Erfahrungen das Unternehmen bei komplexeren Projekten verfügt.

Der SBI verfolgt deshalb einen breiteren datenbasierten Ansatz.

Öffentlich verfügbare Google-Bewertungen bilden eine wichtige Grundlage. Ergänzend können je nach Unternehmen, Branche und Datenlage weitere Signale berücksichtigt werden:

Anzahl, Aktualität und Breite der Kundenresonanz

Fachliche Qualifikationen sowie Aus- und Weiterbildungen

Lehrbetriebsstatus und relevante Bewilligungen

Dokumentierte Leistungen und Spezialisierungen

Projekt-Referenzen und nachweisbare Erfahrungen

Branchen- und Verbandsmitgliedschaften

Zertifizierungen und überprüfbare Qualitätsnachweise

Unternehmensstruktur, Organisation und weitere betriebliche Merkmale

Digitale Merkmale, Preistransparenz und relevante Nachhaltigkeitsnachweise

Nicht jedes Merkmal besitzt dieselbe Aussagekraft.

Auch werden nicht sämtliche möglichen Informationen bei jedem Betrieb in gleicher Weise berücksichtigt.

Kein einzelnes Signal entscheidet allein über das SBI-Gesamtrating.

Massgebend ist das Zusammenspiel der relevanten, verfügbaren und überprüfbaren Daten innerhalb der angewendeten Methodik.

3. Warum fünf Google-Sterne nicht automatisch ein hohes SBI-Rating ergeben

Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied.

Zwei fiktive Schweizer Sanitärbetriebe besitzen folgende Google-Bewertungen:

Betrieb A: 5.0 Google-Sterne bei 6 Bewertungen

Die veröffentlichten Kundenbewertungen fallen ausgezeichnet aus. Allerdings ist die Anzahl der Rückmeldungen noch vergleichsweise gering.

Betrieb B: 4.8 Google-Sterne bei 185 Bewertungen

Auch dieses Unternehmen besitzt eine sehr positive Kundenresonanz. Gleichzeitig liegen erheblich mehr veröffentlichte Bewertungen vor.

Welcher Betrieb ist besser?

Das lässt sich anhand dieser Zahlen allein nicht beantworten.

Die öffentlich verfügbare Bewertungsgrundlage unterscheidet sich jedoch deutlich.

Die SBI-Methodik betrachtet deshalb nicht ausschliesslich den durchschnittlichen Google-Sterne-Wert.

Soweit verfügbar und technisch erkennbar, können auch die Anzahl und Aktualität der Rezensionen, die Breite der Kundenresonanz und der öffentlich sichtbare Umgang mit Kundenfeedback berücksichtigt werden.

Eine grössere Zahl an Bewertungen ist dennoch keine Garantie für ein höheres SBI-Rating.

Denn neben der Kundenresonanz können weitere Unternehmens- und Marktsignale relevant sein.

Fünf Google-Sterne sind ein positives Kundensignal – aber kein automatischer Anspruch auf zehn SBI-Punkte.

4. Fünf mögliche Gründe für ein unterschiedliches SBI-Rating

Warum fällt das SBI-Rating eines Betriebs anders aus als seine Google-Bewertung?

Dafür können verschiedene Ursachen verantwortlich sein.

Grund 1: Die Kundenresonanz ist nur begrenzt dokumentiert

Ein Unternehmen besitzt hervorragende Google-Bewertungen, aber nur wenige veröffentlichte Rezensionen.

Die vorhandenen Kunden sind möglicherweise sehr zufrieden.

Die öffentlich dokumentierte Kundenresonanz ist jedoch noch vergleichsweise schmal.

Grund 2: Fachliche Qualifikationen sind nicht ausreichend sichtbar

Ein Betrieb beschäftigt gut ausgebildete Fachkräfte, verfügt über Spezialqualifikationen oder besitzt relevante Berufsbewilligungen.

Sind diese Informationen öffentlich nicht auffindbar oder nicht ausreichend überprüfbar, können sie im SBI nur eingeschränkt berücksichtigt werden.

Grund 3: Konkrete Projekt-Referenzen fehlen

Auf der Firmenwebsite stehen Begriffe wie «langjährige Erfahrung», «hohe Qualität» oder «kompetenter Fachbetrieb».

Es fehlen jedoch Angaben zu tatsächlich ausgeführten Arbeiten, Projektarten oder besonderen Spezialisierungen.

Die fachlichen Erfahrungen des Unternehmens sind dadurch weniger nachvollziehbar.

Grund 4: Weitere Unternehmensmerkmale sind nicht dokumentiert

Ein Betrieb bildet Lernende aus, ist Mitglied eines Fachverbands oder verfügt über relevante Zertifizierungen.

Sind diese Informationen nicht Teil der verfügbaren und überprüfbaren Datengrundlage, können sie bei der Einordnung fehlen.

Grund 5: Die Informationen sind unterschiedlich aktuell

Neue Google-Bewertungen können bereits bei Google sichtbar sein, während die im SBI berücksichtigten Daten noch auf einem früheren Aktualisierungsstand beruhen.

Auch andere Unternehmensdaten werden je nach Quelle in unterschiedlichen Intervallen aktualisiert.

Wichtig: Diese fünf Gründe sind mögliche Erklärungen und keine verbindliche Ursachenanalyse für ein konkretes Unternehmensrating.

Die genaue Wirkung einzelner Informationen hängt von der SBI-Methodik und der jeweiligen Datengrundlage ab.

5. Warum zwei Betriebe mit 4.9 Google-Sternen unterschiedliche SBI-Ratings haben können

Betrachten wir zwei fiktive Gartenbauunternehmen.

Beide verfügen über 4.9 Google-Sterne.

Beide bestehen seit mehreren Jahren.

Beide besitzen zufriedene Kunden.

Beim ersten Betrieb sind öffentlich vor allem allgemeine Leistungsbeschreibungen und Kundenrezensionen verfügbar.

Das zweite Unternehmen verfügt zusätzlich über nachvollziehbare Angaben zu Fachqualifikationen, Lehrbetriebsstatus, spezialisierten Leistungen und konkreten Projekt-Referenzen.

Daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass das zweite Unternehmen handwerklich besser arbeitet.

Es liegen aber unterschiedliche Informationen über die beiden Betriebe vor.

Diese Unterschiede können bei einer datenbasierten Unternehmenseinordnung relevant sein.

Das erklärt, weshalb zwei Betriebe mit identischen Google-Sternen nicht zwangsläufig dasselbe SBI-Rating besitzen.

Entscheidend ist dabei eine wichtige Unterscheidung: Nicht dokumentiert bedeutet nicht automatisch nicht vorhanden.

Ein Unternehmen kann über hervorragende Fähigkeiten verfügen, die in öffentlich zugänglichen Informationen bislang kaum sichtbar sind.

6. Welche Rolle spielen Qualifikationen und Referenzen?

Gerade in der Schweizer Bau- und Handwerkswirtschaft können fachliche Spezialisierungen entscheidend sein.

Ein Gartenbaubetrieb ist möglicherweise hauptsächlich auf Gartenpflege und Unterhalt ausgerichtet.

Ein anderer verfügt über umfangreiche Erfahrungen mit Neuanlagen, Natursteinmauern und komplexen Umgestaltungen.

Ein dritter besitzt besondere Kompetenzen bei öffentlichen Anlagen oder anspruchsvollen Bauprojekten.

Alle drei Unternehmen können ausgezeichnete Kundenbewertungen besitzen.

Ihre Leistungen, Projekterfahrungen und organisatorischen Voraussetzungen unterscheiden sich dennoch.

Auch in der Gebäudetechnik, bei Schreinereien, Dachdeckern oder Elektroinstallationsbetrieben können vergleichbare Unterschiede bestehen.

Deshalb berücksichtigt die SBI-Methodik neben der Kundenresonanz weitere verfügbare Unternehmensmerkmale.

Besonders interessant sind nachvollziehbare Referenzprojekte.

Sie können zeigen, welche Arbeiten tatsächlich ausgeführt wurden, welche Spezialisierungen bestehen und über welche Projekterfahrungen ein Unternehmen verfügt.

Mit den intelligenten und vernetzten Projekt-Referenzen von handwerker.ch können zusätzlich ausgewählte beteiligte Unternehmen und Produkte mit Referenzprojekten verbunden werden.

Dadurch lassen sich Projektzusammenhänge und tatsächlich erbrachte Leistungen differenzierter darstellen.

Auch hier gilt: Zusätzliche Referenzen garantieren keine bestimmte SBI-Punktzahl.

Sie können jedoch die verfügbare und überprüfbare Informationsgrundlage erweitern.

7. Warum das SBI-Rating und die Marktposition nicht dasselbe sind

Auf handwerker.ch wird neben dem SBI-Rating auch die Marktposition innerhalb eines Vergleichsfeldes dargestellt.

Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Informationen.

Das SBI-Rating ist die datenbasierte Unternehmenskennzahl innerhalb des Schweizer Baubranchen Index.

Die Marktposition ergibt sich aus der Einordnung nach dem aktuellen SBI-Rating innerhalb des jeweils dargestellten Vergleichsfeldes.

Das kann beispielsweise eine Branche, Kategorie, Region oder ein Kanton sein.

Ein Gartenbauunternehmen kann somit innerhalb seiner regionalen Kategorie eine andere Position besitzen als im schweizweiten Vergleich.

Auch die Zusammensetzung des Vergleichsfeldes kann sich verändern.

Neue Unternehmen werden erfasst, vorhandene Ratings ändern sich und weitere Unternehmensinformationen werden berücksichtigt.

Dadurch kann sich die Marktposition eines Betriebs verändern, ohne dass sein eigenes SBI-Rating gestiegen oder gesunken ist.

Ein höherer Rang ist deshalb nicht dasselbe wie ein höheres SBI-Rating.

Und weder Rang noch Rating ersetzen die Prüfung der konkreten Eignung für einen bestimmten Auftrag.

8. Wie oft werden Google-Bewertungen und SBI-Ratings aktualisiert?

Auch die Aktualisierungsintervalle unterscheiden sich.

Google aktualisiert die Kundenbewertungen im eigenen System. Laut Google kann es nach einer neuen Bewertung bis zu zwei Wochen dauern, bis der angezeigte Durchschnitt entsprechend angepasst wird.

Der Schweizer Baubranchen Index ist ebenfalls kein statisches Bewertungssystem.

Das SBI-Rating wird grundsätzlich täglich aktualisiert, sofern neue oder veränderte Informationen berücksichtigt werden können.

Dabei werden jedoch nicht sämtliche zugrunde liegenden Daten jeden Tag neu erhoben.

Öffentlich verfügbare Google-Bewertungen werden im SBI in der Regel automatisiert etwa alle 90 Tage aktualisiert, sofern sie technisch verfügbar und erkennbar sind.

Andere Daten- und Marktsignale können je nach Quelle laufend oder teilweise in Echtzeit erfasst werden.

Deshalb kann sich ein SBI-Rating verändern, obwohl die Google-Sterne unverändert geblieben sind.

Umgekehrt führt eine neue Google-Bewertung nicht zwingend sofort zu einer Anpassung des SBI-Ratings.

Das SBI-Rating ist eine aktuelle datenbasierte Momentaufnahme auf Grundlage der jeweils berücksichtigten Informationen.

9. Kann ich ein höheres SBI-Rating kaufen oder verlangen?

Nein.

Eine bestimmte SBI-Punktzahl, eine bessere Marktposition oder eine garantierte Ratingverbesserung kann bei handwerker.ch nicht gekauft werden.

Dieses Prinzip ist Bestandteil der veröffentlichten SBI-Methodik.

Kostenpflichtige Prüfungen und Zertifizierungen vergüten einen zusätzlichen Prüfungs-, Bearbeitungs- und Zertifizierungsumfang.

Sie kaufen jedoch keine Ratingpunkte.

Eine zusätzliche Prüfung kann neue Unternehmensinformationen verifizieren oder bestehende Angaben präzisieren.

Ob und wie sich dies auf das SBI-Rating auswirkt, hängt von den tatsächlich berücksichtigten Daten und ihrer Relevanz ab.

Mehr Informationen bedeuten deshalb nicht automatisch eine höhere Bewertung.

Auch die tatsächliche Verteilung der SBI-Ratings zeigt, dass gute Bewertungen nicht an eine kostenpflichtige Zertifizierung gebunden sind.

Gemäss einer internen Auswertung von handwerker.ch vom September 2026 verfügten rund 70 Prozent der Betriebe mit einem SBI-Rating ab 7.00 über keine zusätzliche Vor-Ort-Verifizierung.

Rund ein Viertel wurde im Rahmen eines kostenlosen KMU Checks vor Ort besucht und verifiziert. Nur ein kleiner einstelliger Anteil verfügte über einen Award-Status.

Bezahlt werden können zusätzliche Prüfungen und Zertifizierungen – nicht eine bestimmte SBI-Bewertung.

10. Was sollte ich tun, wenn mein SBI-Rating nicht meinen Erwartungen entspricht?

Wer sein SBI-Rating überprüfen möchte, sollte zunächst die vorhandenen Unternehmensinformationen betrachten.

Sind Firmenname, UID, Standorte, Kategorien und angebotene Leistungen korrekt erfasst?

Sind relevante Qualifikationen, Bewilligungen und Spezialisierungen öffentlich nachvollziehbar?

Sind bestehende Referenzprojekte ausreichend beschrieben?

Werden Lehrbetriebsstatus, Branchenmitgliedschaften oder weitere relevante Nachweise korrekt dargestellt?

Auch die eigene Firmenwebsite kann eine wichtige Rolle spielen, wenn sie aktuelle und überprüfbare Unternehmensinformationen bereitstellt.

Bei handwerker.ch können Unternehmen konkrete sachliche Fehler, veraltete Angaben oder überprüfbare Ergänzungen über das offizielle Kontaktformular melden.

Berechtigte sachliche Korrekturen bestehender Basisdaten werden kostenlos vorgenommen. Weiterführende Profilergänzungen und vertiefte Unternehmensprüfungen sind davon zu unterscheiden und können kostenpflichtig sein.

Ein Login zur direkten Selbstbearbeitung von Standardprofilen ist nicht vorgesehen.

Das Ziel sollte nicht sein, eine bestimmte Zahl zu erreichen, sondern die tatsächlichen Unternehmensmerkmale möglichst korrekt und nachvollziehbar darzustellen.

Ob sich das SBI-Rating dadurch verändert, kann nicht garantiert werden.

11. Werden solche Ratingunterschiede für KI-Agenten wichtiger?

Unternehmensinformationen werden zunehmend nicht nur von Menschen, sondern auch von Suchmaschinen, KI-Assistenten und automatisierten Recherchewerkzeugen verarbeitet.

Ein Nutzer könnte beispielsweise fragen:

«Warum hat dieses Schweizer Heizungsunternehmen 4.9 Google-Sterne, aber nur ein SBI-Rating von 6.80?»

Eine sachgerechte Antwort müsste erklären, dass Google-Bewertungen und SBI-Ratings unterschiedliche Grundlagen besitzen.

Ein KI-System könnte zusätzliche Informationen über Leistungen, Qualifikationen, Referenzen oder Marktpositionen recherchieren, soweit diese zugänglich sind.

Dabei ist entscheidend, verschiedene Informationsarten korrekt voneinander zu unterscheiden.

Kundenbewertungen sind keine fachlichen Zertifizierungen.

Ein SBI-Rating ist keine Garantie für die erfolgreiche Durchführung eines Projekts.

Und ein fehlender Qualifikationsnachweis bedeutet nicht automatisch, dass die entsprechende Qualifikation nicht vorhanden ist.

Das SBI-Rating ist auch kein offiziell bestätigter Rankingfaktor externer KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Claude.

Die mögliche Nutzung öffentlich zugänglicher Unternehmensdaten hängt vom jeweiligen System und der konkreten Recherche ab.

Dennoch könnten nachvollziehbare, aktuelle und strukturierte Unternehmensinformationen bei zukünftigen KI-gestützten Vergleichen an Bedeutung gewinnen.

Häufige Fragen zum Unterschied zwischen Google und SBI

Warum habe ich 4.9 Google-Sterne, aber nur 6.80 SBI-Punkte?

Google zeigt den Durchschnitt veröffentlichter Bewertungen. Der SBI berücksichtigt zusätzlich weitere Unternehmens- und Marktsignale. Beide Systeme besitzen unterschiedliche Bewertungsskalen und sind nicht direkt vergleichbar.

Ist ein SBI-Rating von 6.80 schlecht?

Nein. Ein SBI-Rating von 6.80 gehört zur Einstufung «Solides SBI-Signal». Diese beschreibt eine datenbasierte Einordnung und ist kein abschliessendes Qualitätsurteil über die handwerkliche Arbeit des Unternehmens.

Warum hat mein Mitbewerber trotz weniger Google-Sternen ein höheres SBI-Rating?

Möglicherweise liegen bei diesem Unternehmen andere oder umfangreichere überprüfbare Unternehmenssignale vor. Die konkrete Ursache lässt sich aus den Ratingzahlen allein nicht feststellen.

Kann mein SBI-Rating sinken, obwohl ich keine negativen Google-Bewertungen erhalten habe?

Ja. Das SBI berücksichtigt neben Google weitere Unternehmens- und Marktsignale. Wenn sich die berücksichtigte Datenbasis verändert, kann sich auch das Rating verändern.

Wie häufig wird mein SBI-Rating aktualisiert?

Die Ratingberechnung wird grundsätzlich täglich aktualisiert, sofern neue oder veränderte Daten berücksichtigt werden können. Die zugrunde liegenden Datenquellen besitzen unterschiedliche Aktualisierungsintervalle. Google-Bewertungen werden im SBI in der Regel etwa alle 90 Tage automatisiert aktualisiert.

Werden kleine Handwerksbetriebe beim SBI benachteiligt?

Ein kleiner Betrieb ist nicht automatisch weniger leistungsfähig als ein grosses Unternehmen. Die SBI-Methodik berücksichtigt verschiedene relevante Unternehmenssignale. Auch spezialisierte kleine Betriebe können sehr starke SBI-Ratings erreichen.

Kann ich mein SBI-Rating korrigieren lassen?

Betriebe können sachliche Fehler, veraltete Daten oder überprüfbare Ergänzungen über das Kontaktformular von handwerker.ch melden. Die Informationen werden geprüft. Eine bestimmte Ratinganpassung kann daraus nicht verlangt werden.

Wie kann ich mein SBI-Rating verbessern?

Unternehmen können ihre tatsächlichen Leistungen, Qualifikationen, Referenzen und weitere überprüfbare Merkmale korrekt dokumentieren sowie unrichtige Informationen korrigieren lassen. Welche Auswirkungen dies auf das Rating hat, hängt von der SBI-Methodik ab. Eine Verbesserung ist nicht garantiert.

 

Hinweis und Transparenz

Die dargestellten Unternehmen und Ratingwerte sind fiktive Beispiele. Der Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Bau-, Rechts- oder Unternehmensberatung dar.

Das SBI-Rating ist eine datenbasierte Vergleichs- und Orientierungskennzahl. Es stellt keine umfassende Qualitätsgarantie, Bonitätsauskunft oder Empfehlung zur Beauftragung eines Unternehmens dar. Die genauen internen Gewichtungen einzelner Signale sind nicht öffentlich; konkrete Ratingunterschiede lassen sich deshalb nicht allein aus einzelnen sichtbaren Datenpunkten vollständig erklären.

Der Schweizer Baubranchen Index wird von handwerker.ch beziehungsweise der Handwerker Plattform AG betrieben. Kostenpflichtige Prüfungen und Zertifizierungen garantieren keine bestimmte SBI-Punktzahl oder Ratingverbesserung.

Quellen und weiterführende Informationen

handwerker.ch – So funktioniert das SBI-Rating

handwerker.ch – Warum ein gutes SBI-Rating nicht käuflich ist

handwerker.ch – Häufige Fragen zum SBI-Rating

handwerker.ch – SBI-Index und Firmenvergleich

Google – Wie Unternehmensbewertungen berechnet werden

Google – Kundenrezensionen verwalten

Fazit: Ein Unternehmen ist mehr als seine Google-Sterne

Ein Handwerksbetrieb mit 4.9 Google-Sternen und einem SBI-Rating von 6.80 kann sehr zufriedene Kunden besitzen und gleichzeitig innerhalb des Schweizer Baubranchen Index als Unternehmen mit einem soliden SBI-Signal eingeordnet werden.

Beides kann zutreffen.

Google bildet den Durchschnitt der veröffentlichten Bewertungen ab.

Der SBI ergänzt diese Perspektive um weitere verfügbare, messbare und überprüfbare Unternehmens- und Marktsignale.

Daraus ergibt sich eine breitere Datengrundlage für die Einordnung von Unternehmen innerhalb der Schweizer Bau- und Handwerkswirtschaft.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, warum die beiden Zahlen unterschiedlich hoch sind – sondern welche Informationen und Signale hinter ihnen stehen.

Für Schweizer Handwerksbetriebe bedeutet das: Ausgezeichnete Kundenbewertungen sind wertvoll. Ebenso wichtig ist es, tatsächliche Qualifikationen, Leistungen und Erfahrungen nachvollziehbar zu dokumentieren.

Denn ein Unternehmen besteht aus mehr als seiner Sternebewertung.

Schweizer Baubranchen Index – SBI-Ratings und Unternehmen vergleichen

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